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niki bakes: Le Macaron

Wie ihr vielleicht schon erahnen konntet, probiere ich nicht nur mit großer Freude neue Restaurants aus, ich backe auch leidenschaftlich gerne. Für mich ist die Zeit in der Küche eine entspannte Zeit, in der ich (meistens) für mich bin und mich ganz darauf konzentrieren kann, etwas herzustellen, das die Geschmacksknospen freudig überrascht. Natürlich ist mir klar, dass eine leidenschaftlich backende Frau in den meisten Fällen ein nicht besonders emanzipiertes Bild aufwirft, aber ich kann versprechen: Eins bedeutet nicht zwängsläufig das andere. 😉 Jetzt, wo ich das mal gesagt habe, möchte ich euch gleich zu Anfang meiner neuen Serie “niki bakes” eines meiner allerliebsten Dessert-Rezepte vorstellen: les macarons.
Ursprünglich stammen die süßen kleinen Gebäckstücke aus Frankreich und haben dann in den letzten paar Jahren auf der ganzen Welt einen solchen Anklang gefunden, dass ich euch vermutlich nicht mehr erklären muss, worum es sich dabei handelt. Aber für die, an denen diese Köstlichkeit noch vorübergegangen ist: Ein Macaron ist ein kleines Baisergebäck aus Mandelmehl, Eischnee und Zucker, das mit Buttercreme, Ganache oder Marmelade gefüllt wird. Im Idealfall – und ich bemühe mich sehr, dass dieser bei mir immer eintritt – sind die Makronen außen knusprig und innen leicht klebrig und weich. Sie haben eine ganz glatte Oberfläche und – das ist vielleicht das Wichtigste – kleine “Füßchen” am unteren Rand der Schale. Es wirkt wahrscheinlich irrelevant, aber die Füßchen sind ein ästhetisches Merkmal der Makronen, ohne sie würden die eleganten Gebäckteile einfach nur aussehen wie Mini-Hamburger. Wenn also alle diese Punkte erfüllt sind, dann haltet ihr ein perfektes “macaron” in der Hand. Leider hatte ich selbst erst einmal die Möglichkeit, das Original aus Paris zu probieren (danke, Mama!), aber eigentlich gibt es auch in Österreich eine große Auswahl an relativ guten Makronen. Nachdem ich mich einmal durch zahllose Exemplare durchprobiert hatte, stand fest: Sowas will ich auch selbst machen können. Ich hab mich sofort hinter den Computer geklemmt und nach Rezepten gesucht, nach einiger Zeit fand ich ein “foolproof”, ein deppensicheres Rezept von entertainingwithbeth auf YouTube. Das habe ich, mit einigen Abwandlungen, bisher immer verwendet. Wie jeder weiß, der sich schon mal an Makronen versucht hat, ist es kein Kinderspiel sie zuzubereiten. Sie sind köstlich und schauen unheimlich elegant aus, aber sie brauchen viel, viel Zeit und Liebe. Makronen schiebt man nicht eben mal für 10 Minuten in den Ofen und sie sind perfekt – nein, sie brauchen zum Beispiel davor mindestens eine halbe Stunde Trockenzeit. Aber mehr dazu jetzt in meinem abgewandelten Rezept für Himbeermakronen:


Zutaten:

200g Staubzucker
120g geriebene Mandeln
3 Bio-Freilandeier
50g Kristallzucker
ein paar Tropfen rote Lebensmittelfarbe

Zubereitung:

1.) Den Zucker und die Mandeln sieben und mischen, sodass ein ganz feines Pulver entsteht.
2.) Die Eier trennen und das Eiweiß mit 50 Gramm Zucker zu steifem Eischnee schlagen. Ungefähr bei der Hälfte der Zeit kurz stoppen und die Lebensmittelfarbe dazugeben.
3.) Die Zucker-Mandel-Mischung langsam unterheben. Wichtig dabei ist, dass alles vermischt ist, aber dass ihr den Schnee nicht “totschlagt”, sonst gehen die Makronen nicht auf. Wenn ihr fertig seid, sollte der Teig eine leicht zähe Konsistenz haben.
4.) Mit einer glatten Spritztülle die Masse gleichmäßig in Kreisen (ca. 2 cm Durchmesser) auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Ein weiterer Grund, warum ihr die Masse zuerst nicht so lang rühren solltet ist, dass sie sonst am Blech zerrinnt.
5.) Das Blech nehmen und damit fest ein paar Mal auf die Küchenplatte klopfen. Dieser Schritt ist sehr wichtig, weil dann die Luftbläschen im Teig zerplatzen und dadurch keine Risse entstehen.
6.) Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Ihr müsst die Makronen vor dem Backen mindestens 40 Minuten ruhen lassen, nur dann bilden sich diese schönen “Füßchen”, von denen ich vorher gesprochen habe.
7.) Wenn die Zeit um ist, die Makronen 10-15 Minuten bei ungefähr 150°  auf mittlerer Schiene backen. Mit dieser Menge braucht ihr sicher zwei Bleche, aber stellt sie bitte nicht gleichzeitig rein, sondern abwechselnd. Wie ich schon sagte, Makronen brauchen viel Aufmerksamkeit und haben auch gerne den ganzen Backofen für sich.
8.) Das Blech aus dem Backofen nehmen und mindestens 10 Minuten auskühlen lassen. Dann vorsichtig ablösen.

Wenn sie ausgekühlt sind, könnt ihr sie mit dieser Himbeer-Buttercreme füllen:

Zutaten:

120g Butter (weich)
75g Staubzucker
150g Himbeeren (frisch oder aufgewärmte TK)

Diese Buttercreme ist wirklich ganz simpel. Ihr müsst nur die Himbeeren passieren und dann den Saft mit der weichen Butter und dem Zucker mithilfe eines Stabmixers zu einer Creme schlagen. Dann noch ein paar Minuten in den Kühlschrank und ihr könnt schon die Makronenschalen zusammenkleben. Tipp: Für eine intensiv pinke Buttercreme könnt ihr auch noch ein bisschen rote Lebensmittelfarbe hinzufügen!

Hoffentlich gefällt euch das Rezept und ihr probiert es bald selber aus. Es lohnt sich…
Und Fragen beziehungsweise Anregungen bitte einfach in die Kommentare schreiben!

Bon appetit,
Niki