Restaurants

Mochi

Hallo, liebe Blog-Leser.

Es gibt die schönen Dinge im Leben. Wie Essen. Und dann gibt’s die besonders schönen Dinge. Wie asiatisches Essen. Und dann gibt’s hierfür auch noch die besonders schönen Locations. Wie das Mochi.

Nach vielen, vielen positiven Erzählungen über das kleine Lokal im 2. Bezirk hatte ich letztens, zum Anlass des 14. Geburtstags meines Brüderchens, endlich die Möglichkeit selbst ein bisschen “Mochi-Luft zu schnuppern”. Das war jetzt ein bisschen untertrieben. Natürlich wurde nicht nur geschnuppert. Es wurde auch viel gelacht, gemampft, genossen.

Und was wurde gemampft?

Zugegeben: Ich musste für diesen Blogpost nochmal ein bisschen in der Speisekarte des Mochi stöbern, denn ich konnte mich wirklich nicht mehr genau an die Namen aller Speisen erinnern. Trotzdem: Der Geschmack ist mir in Erinnerung geblieben. Wie bei der Tomaten-Ceviche mit Koriander, der unter anderem Sesamöl ihren genialen Geschmack verleiht. Wie bei der “Dana-Roll” (Lachs-Tempura, Gurke, Avocado, Trüffel-Mayo), deren Geschmack man einfach nur mit dem Wort “lasziv” beschreiben kann. Wie bei der unheimlich interessanten “Crispy Tan Tan Pizza”, die aus einem knusprigen Reisboden, “japanischer Bolognese”, Gurken, Lauch, Wasabi-Mayo und Tobiko bestand.

Hört sich gut an? Es gab noch mehr.

Jakobsmuschel-Sashimi zum Beispiel. Hauchdünne Lachs-Sashimi-Scheiben in einer Karotten-Ingwer-Sauce und Trüffel-Mayo. “Nasu & Miso”, soll heißen: Gebratener Melanzani mit Miso-Sauce, Frühlingszwiebeln und Bonitoflocken (=getrocknete, hauchdünne Thunfisch-Flocken). Tempura-Garnelen auf grünem Salat mit Yuzu-Trüffel-Dressing und Chili-Mayo.

Einfach unglaublich. Zugegeben, der Seetangsalat war nicht so unglaublich, aber dafür war der Rest zum Niederknien. Was mir persönlich so gut am Mochi gefallen hat, war der experimentelle Aspekt an der ganzen Sache. Es werden nicht einfach nur “konventionelle” Sushi und Maki serviert, sondern alles wird irgendwie aufgepeppt und verändert. Sei das mit Trüffel-Mayo, sei das weil Sushi-Zutaten plötzlich als eine Art Pizza daherkommen. Hört sich strange an. Ist aber genial.

Zwischendurch erfrischt von köstlichen Cocktails und abgerundet von einer Matcha-Crème-Brulée war das Essen eine wirklich einmalige – wenngleich aufgrund der zahlreichen Reservierungen etwas kurze – Erfahrung.

Was den Preis angeht, so traue ich mich zu behaupten, dass ein “Normalverdiener” sich das Mochi nur zu besonderen Anlässen leisten kann, wie eben wir vor zwei Wochen.

Quintessenz des Ganzen: Exklusiv, experimentell und einfach gut.

Irgendwann geht es für mich wieder ins Mochi. Bis dahin heißt es: In Erinnerungen schwelgen.

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