Restaurants

Ein persischer Abend

Gestern war ich mit einem guten Freund, dessen Namen viele (zumindest aus meiner Schule) schon anhand des Titels erraten haben werden, endlich mal persisch essen. Ich lege ja sehr viel Wert darauf, euch durch meinem Blog auch die Kulinarik anderer Länder und Kulturen näherzubringen und so hat es mich besonders gefreut, dass man in diesem Fall einen netten Abend gleich mit einem “exotischen” Beitrag für meinen Blog verbinden konnte.

Das Pars ist ein persisches Restaurant im 8. Bezirk, das ich wahrscheinlich ohne diesen Insider-Tipp niemals entdeckt hätte. Ich bin eigentlich sehr dankbar dafür, diese Erfahrung jetzt doch gemacht zu haben – und in Begleitung eines Experten war das Ganze natürlich doppelt interessant.

Nach einem kurzen Blick auf die Karte wurden zuallererst natürlich die Getränke bestellt. Und so begeistert ich von dem hausgemachten Limettensaft war (der war wirklich ein Traum), so wurde er geschmacklich doch von dem traditionellen persischen “Dugh”, übertroffen. “Dugh” ist ein erfrischendes Joghurtgetränk, das ein bisschen an das türkische “Ayran” erinnert. Die Gewürze geben diesem Getränk, finde ich, einen ganz besonderen Kick. Leider habe ich davon kein Foto gemacht, aber – obwohl es so toll schmeckt – ist “Dugh” visuell eh nicht übermäßig ansprechend. Trotzdem: 10/10.

Und weiter ging’s mit einer Vorspeisenplatte für eine Person (!), die wir aber auch zu zweit kaum geschafft haben. Sie bestand aus Hummus, Mirza Ghasemi (eine Art warme Melanzani-Tomatenpaste) und Mast-o-Chiar (hausgemachtes Joghurt mit Gurken). Alles hat zusammen mit dem dazu gereichten Brot unglaublich gut geschmeckt – und während ich das hier schreibe, merke ich schon wieder, wie mir das Wasser im Mund zusammenläuft und ich Lust bekomme, orientalisch zu kochen.

Wie das mit guten Vorspeisen (eigentlich fast schon ein Pleonasmus) sehr oft so ist, schmecken sie einem dann so sehr, dass man sich vor dem Hauptgang schon komplett überfrisst. Das war auch dieses Mal so. Ich konnte einfach nicht früh genug mit den köstlichen Vorspeisen aufhören, sodass mein Hauptgericht – Kabab Azari – mich leider schon nach der Hälfte überfordert hat. Diese faschierten Lamm- und Rindspieße auf Fladenbrot mit Joghurt-Knoblauchsauce waren aber trotzdem ein echter Traum. Wirklich schade, dass nicht mehr reingepasst hat. Zwischendurch gab es immer wieder eine handvoll Sabsi (zu deutsch: “Grünzeug”), also eine Mischung aus verschiedenen Kräutern, Frühlingszwiebeln und Radieschen. Neben dem gemischten Salat als Beilage auch noch dieses “Grünzeug” zu essen, fand ich zunächst irgendwie lustig, aber ich habe schnell gemerkt, dass es bei einem vollen Bauch sehr erfrischend wirken kann.

Nach dem köstlichen Essen haben wir den Abend dann im Café Berfin, einer orientalischen Bar, ausklingen lassen. Die Atmosphäre dort war sehr entspannt und ganz anders als in einem typischen Wiener Café bzw. Bar, was mir sehr gut gefallen hat. Ich habe auf der Karte gesehen, dass es dort auch Frühstück gibt. Das möchte ich natürlich bald einmal ausprobieren, also könnt ihr euch vielleicht bald uf einen weiteren orientalisch angehauchten Blog-Post freuen.

Dieser orientalische Abend hat für mich wieder ein kleines Fenster in eine neue kulinarische Welt, mit anderen Rezepten, anderen Traditionen, geöffnet und ich hoffe sehr, dass ich zukünftig noch mehr über diese Welt erfahren und vielleicht ein bisschen in sie eintauchen kann.

Und zum Schluss: Bleibt offen für neue Geschmäcker und Gerüche, für neue Kulturen – es gibt so viel zu entdecken!

Bon appetit!

Niki

limettensaft

Hausgemachter Limettensaft

kababazari

“Kabab Azari” mit gemischtem Salat und “Sabsi”

 

sabsi

Sabsi = “Grünzeug”